Building Information Modeling

in der Praxis

Aktuelle Beiträge rund um BIM

Wir glauben, dass BIM einen echten Mehrwert für alle in der Bauindustrie bieten kann - nicht nur für grosse Unternehmen. Unser Ziel ist es, eine praktische und neutrale Informationsquelle zu verschiedenen BIM-Themen bereitzustellen, um Ihnen zu helfen, Building Information Modeling zu verstehen und besser umzusetzen.

Was ist openBIM?

31. Januar 2018
Sich mit Building Information Modeling vertraut zu machen bedeutet auch mit einer Reihe von neuen Begriffen zurechtzukommen. Das kann manchmal ziemlich frustrierend sein. Versteht man aber einige grundlegenden Begrifflichkeiten, so ergibt sich bald ein klares Bild. Diese Videoserie wird einfache Erklärungen zu einigen wichtigen Grundbegriffen in Bezug auf openBIM liefern. Starten wir am Anfang: Was ist openBIM? openBIM bedeutet, mit offenen Standards zu arbeiten. Was sind dann aber offene Standards? Lassen Sie mich das Erstellen eines Berichts als Beispiel nutzen. Um einen Bericht auf Ihrem Computer zu schreiben, benötigen Sie eine Textverarbeitungssoftware. Sagen wir mal, Microsoft Word. Sobald der Bericht abgeschlossen ist, möchten Sie diesen wahrscheinlich mit Ihrem Kunden oder der Öffentlichkeit teilen. Normalerweise versenden Sie Ihre Berichte aber nicht als originale Word-Datei, sondern veröffentlichen ein entsprechendes PDF. Dafür gibt es eine Reihe von Gründen: Wenn Sie eine originale Word-Datei versenden, kann jeder Änderungen an Ihrem Dokument vornehmen und dies ohne Ihr wissen. Zudem ist Word ein ersteller Format, das heisst der Empfänger muss ebenfalls ein Word oder eine kompatible Software besitzen, um die Datei überhaupt lesen zu können. Wenn Sie aber eine PDF-Datei ausgeben, kann das Dokument ohne zusätzliche Software einfach mit einem kostenlosen PDF-Viewer gelesen werden. PDF ist ein offener Standard und zudem ein leichteres und einfacher zu handhabendes Format. Der Vorteil ist aber, dass der Empfänger die PDF-Datei nicht bearbeiten kann. Jeder kann das Dokument lesen, nach Wörtern durchsuchen, Kommentare oder Markierungen hinzufügen, aber sie können den Originaltext nicht verändern. Dieser PDF-Workflow ist vergleichbar mit openBIM. In BIM beginnen wir mit der Erstellung eines Modells mit einer kommerziellen Modellierungssoftware. Hier arbeiten wir immer in einem nativen Format. Irgendwann wollen wir unsere Modelle mit dem Projektteam teilen. Wenn wir das native Modell ausgeben, muss die andere Seite die gleiche oder zumindest eine kompatible Software haben, um die Datei überhaupt lesen zu können. Sie können dann aber auch ohne unser Wissen Änderungen vornehmen. Wenn wir das Modell jedoch in einem offenen Austauschformat wie IFC veröffentlichen, sind die Modelldaten frei sichtbar, messbar und nutzbar, aber geschützt, da niemand den ursprünglichen Inhalt bearbeiten kann. Zusammenfassend kann man folgendes sagen: Modelldaten werden immer in einem nativen Umfeld erstellt, wobei eine kommerzielle Software verwendet wird. Dieser Teil des Prozesses nennt man natives BIM. Wenn wir dann einen Datenaustausch mit einem offenen Standard wie IFC machen, haben wir einen openBIM-Prozess initiiert. Wie wir in den folgenden Videos sehen werden, gehen openBIM-Standards weit über das IFC hinaus und in vielen Teilen der Welt werden sie zum Standard für BIM-Projekten.

Arbeiten mit IFC und Model View Definitions

31. Januar 2018
Eine der großen Ängste um BIM ist, dass es einen Kontrollverlust gibt. Wie können wir alle an einem einzigen Modell arbeiten? Wie kontrollieren wir, wer was und wann verändert? Diese Ängste beruhen meistens auf Missverständnissen. Bei BIM geht es um eine strukturierte Arbeitsweise. Wir werfen unsere traditionellen Prozesse nicht aus dem Fenster, sondern bauen auf ihnen auf. Insbesondere openBIM-Standards geben uns einen soliden Rahmen für Kommunikation und Zusammenarbeit. Grösstenteils werden traditionelle Rollen und Verantwortlichkeiten gestärkt. Im openBIM-Workflow gibt es kein einzelnes zentrales Modell. Jeder Projektteilnehmer hat sein eigenes Modell. Diese Modelle werden dann zu einem vereinbarten Zeitintervall ausgetauscht. Genau gleich, wie wir bisher Pläne ausgetauscht haben. Wir können den BIM-Prozess also in zwei Bereiche unterteilen: Einerseits haben wir die native modellierungsumgebung, in der Modelle erstellt und bearbeitet werden. Dies ist der private Bereich jedes Gewerks. Weiter haben wir eine kollaborative Umgebung, in der IFC Kopien dieser Modelle betrachtet und koordiniert werden. Mit dieser konstellation kann niemand auf den Modellinhalt eines anderen Gewerkes zugreifen oder diesen ändern. Es gibt klare Kommunikationslinien. Änderungsanträge werden dokumentiert und nachverfolgt. Der openBIM-Workflow löst viele Bedenken hinsichtlich der rechtlichen und vertraglichen Probleme von BIM. Im speziellen zum Besitz von Daten und Rechenschaftspflicht. Ein gutes Beispiel dafür sind die sogenannten Model View Definition oder MVD Standards. Ein MVD ist im Wesentlichen eine gefilterte Ansicht des IFC. Es erlaubt Benutzern, bestimmte Inhalte aus den Modellen zu exportieren, um eine bestimmte Verwendung zu erfüllen. Wenn zum Beispiel ein Architekt sein Modell für die Energieanalyse liefern muss, macht er keinen Datenexport des gesamten Modells. Er wählt den vordefinierten IFC-Export mit der Bezeichnung Energy Analysis MVD. Dies exportiert nur die benötigten Informationen wie Gebäudehülle, Räume und u-Werte. Ähnlich funktioniert dies bei der Kostenschätzung sowie für die Statischen berechnungen. Die Model View Definitions sind starke Werkzeuge im openBIM-Workflow. Es zwingt zu strukturierter Arbeitsweise und schafft Klarheit beim Austausch von Projektinformationen.

Was ist IFC?

31. Januar 2018
IFC oder Industry Foundation Classes, ist ein Standard, man kann auch sagen der bekannteste Standard für den openBIM Datenaustausch. IFC wird üblicherweise als Austauschformat bezeichnet. Das ist für ein allgemeines Verständnis auch in Ordnung, aber nicht ganz richtig. IFC ist technisch gesehen kein Dateiformat, sondern ein Schema oder eine Datenstruktur. Diese Diskussion verschieben wir aber lieber auf ein andermal. Lassen sie uns nun aber den Fokus auf den Autausch richten. IFC ist nicht für den Datenaustausch geeignet, in welchem der Empfänger anschliessend weiter am Modell arbeiten sollte, vielmehr dient IFC als Mittel zur Referenzierung oder Archivierung von Modellen. In einem vorherigen Video haben wir die Analogie: IFC als PDF von BIM vorgestellt. Wie ein PDF, ist eine IFC-Datei eine eingefrorene Kopie des Original Inhalts. Es kann angesehen werden und für Kollisionsprüfungen, Kostenschätzungen, Simulationen und unzählige andere Anwendungen verwendet werden. Das einzige was es aber nicht kann, ist bearbeitet werden. Was ist dann ein typischer IFC-Anwendungsfall? Ein Architekt exportiert sein Modell als IFC und gibt dieses an den Haustechnikplaner weiter. Dieser kann das IFC in der eigenen Software referenzieren und zur Koordination verwenden. Ebenso kann er das IFC-Modell auch als Grundlage für die Energieanalyse verwenden. Die Simulationssoftware kann die IFC-Daten im referenzierten Modell lesen und analysieren. Der Haustechnikplaner kann aber keine Änderungen am referenzierten Modell vornehmen. Wenn er beispielsweise eine Wand verschieben oder einen Durchbruch für einen Luftkanal schaffen möchten, muss er den Durchbruch vom Architekten anfordern. Der Architekt schneidet dann die Öffnung in seinem Modell und gibt eine neues IFC aus. Es ist rein technisch möglich, ein IFC-Modell zu bearbeiten. Dies ist jedoch nicht der beabsichtigte Zweck. Fast jede Software, die IFC importiert, behandelt das IFC-Modell als referenzierte Kopie des ursprünglichen Modells. Einige Tools ermöglichen es, geringfügige Änderungen an einem IFC-Modell vorzunehmen, beispielsweise eine Betonplatte für die Bauphasenplanung aufzuteilen. Dies ist jedoch eine isolierte Aktivität und hat keine Auswirkungen auf das ursprüngliche Modell. Der Punkt ist, dass in einem IFC-basierten Workflow jedes Gewerk Autor und Besitzer ihres Modellinhalts bleibt.

BIM Data Dictionary

31. Januar 2018
BIM unterstützt die Zusammenarbeit und Kommunikation durch gemeinsame Informationen. Es ist leicht, den Wert eines gemeinsamen 3D-Modells zu erkennen, um z.B. komplexe Probleme zu visualisieren und zu lösen. Aber bei BIM geht es nicht nur um Geometrie. Wenn wir zum Kern von BIM kommen, den Informationen hinter der Geometrie, wird es ein bisschen komplizierter. Zunächst müssen wir sehr genau sein, wie wir Objekte und Objekteigenschaften benennen. Verschiedene Disziplinen verwenden oft unterschiedliche Begriffe, um dasselbe zu beschreiben. Was ein Architekt als „Isolationsfaktor“ bezeichnen kann, kann ein Haustechniker „U-Wert“ nennen, während sich ein Produkthersteller auf „Wärmeleitfähigkeit“ beziehen kann. Wir verstehen dies im allgemeinen und wissen dass alle auf das gleiche verweisen, aber in BIM müssen wir viel spezifischer sein. Ein grosser Wert von BIM besteht darin, Projektinformationen schnell und zuverlässig suchen, filtern und analysieren zu können. Aber wenn die Hälfte der Objekte nicht in unserer Suche erscheinen, weil sie nicht richtig benannt wurden, kann dies ziemlich frustrierend sein. BIM-Richtlinien und Namenskonventionen für Objekte helfen bei der Lösung einiger dieser Probleme. Das ist ein guter Anfang, aber es gibt eine intelligentere Art dies anzugehen: buildingSMART hat das Data Dictionary entwickelt; ein Online-Tool zur Zuordnung von Synonymen mit mehrsprachiger Übersetzung. Man könnte sagen, es ist wie Google Translate für BIM. Dieses Tool arbeitet im Hintergrund, hinter den Anwendungen, die wir täglich verwenden. Es bedeutet zum Beispiel, dass ich in meiner Modellierungssoftware auf Deutsch arbeiten kann, während jemand anderes mein Modell auf japanisch ansehen und verwenden kann. Wo befindet sich der buildingSMART Data Dictionary? Dies ist eine ganz neue Entwicklung und im Moment haben nur wenige Tools den Data Dictionary implementiert, die Community wächst jedoch stark. Weitere Informationen finden Sie über den untenstehenden Link. Der Data Dictionary ist ein gutes Beispiel dafür, wie buildingSMART Standards nutzbar macht umso Kommunikationsbarrieren abzubauen und unsere Arbeit zu erleichtern.

Das BIM Collaboration Format (BCF)

31. Januar 2018
Das BIM Collaboration Format, kurz BCF, ist eines der einfachsten und nützlichsten Standards im buildSMART Toolkit. BCF dient dazu, Probleme zu tracken, während sie im Laufe des BIM-Prozesses identifiziert, gemeldet und gelöst werden. Wir haben in einem früheren Video über die zwei Bereiche von BIM gesprochen. Auf der einen Seite gibt es eine native Modellierungsumgebung und auf der anderen Seite die kollaborative Umgebung. Die meisten Probleme werden in den Koordinationssitzungen identifiziert, das heisst in einer kollaborativen Umgebung. Da wir jedoch an IFC-Modellkopien arbeiten, können wir hier keine Änderungen vornehmen. In der Vergangenheit haben wir Screenshots der Kollision oder des Problems gemacht und einen PDF-Bericht erstellt, der an alle verteilt wurde. Das war aber keine sehr intelligente Arbeitsweise. Es war auch eine Zeitaufwendige und oft unkoordinierte Aufgabe, all die Probleme zu verfolgen und zu überprüfen, ob jeder seine Aufgaben erledigt hatte. Schauen wir uns nun aber BCF an. BCF ist wie WhatsApp für BIM. Sie können Markierungen, Kollisionsberichte und allgemeine Kommentare zwischen allen Projektmitgliedern hin und hersenden. Jedes BCF-Problem wird mit einer eindeutigen ID registriert, wodurch es einfacher wird, zu verfolgen, wie viele Probleme offen sind, wer für welche Probleme verantwortlich ist und wann die Probleme behoben werden sollen. Sie können auch analysieren, wie viele Probleme jede Woche generiert werden und wie lange es dauert, bis sie gelöst werden. Das Besondere an BCF ist die Kommunikation zwischen den IFC-Tools und den nativen Modellierungssoftwares. Das BCF identifiziert genau, welche Objekte an einem Problem beteiligt sind, und zeichnet sogar den entsprechenden Screenshot auf. Wenn jemand ein BCF-Problem in seiner Modellierungssoftware öffnet, wird derjenige in seinem Modell auf die exakt gleiche Ansicht gebracht. Sie müssen also nicht mehr durch das ganze Modell navigieren und nach der fehlenden Steckdose suchen. Wenn das Problem schliesslich in der Modellierungssoftware gelöst wurde, wird das BCF aktualisiert und dem Projektmanager zurückgemeldet. So einfach.

BIM in der Schweiz

15. Januar 2018
Im Interview mit der Schweizer Tages Anzeiger erläutert Mark Baldwin, wie die Schweizer Bauindustrie sich durch die Digitalisierung transformiert. (Quelle: Smart Media, Tages Anzeiger, 15. Januar 2018. Text: Matthias Mehl) Artikel als PDF zum ausdrucken hier          

5 BIM Begriffe in 2 Minuten: BIM, openBIM, IFC, LOD, LOI

10. Dezember 2017
1 BIM BIM, building information modelling bedeutet, dass digitale Modelle die Planung, Ausführung und den Betrieb eines Gebäudes unterstützen. 2 openBIM openBIM beschreibt eine Methode für die Verwendung von offenen Standards. Diese unterstützen die Kommunikation zwischen Projektteams, welche verschiedene Softwaretools verwenden. Als Beispiel für die Übergabe eines Modells aus Autodesk Revit nach Allplan. 3 IFC IFC ist eine Austauschschnittstelle, welche im Zentrum von openBIM steht. Wenn ein Architekt z.B. sein Modell teilen möchte, muss er einen entsprechenden IFC Export aus seiner Modellierungssoftware machen und diesen Export dann an seinen Fachplaner weiterreichen. 4 LOD – Level of Detail oder Development Level of Detail oder Development beschreibt den geometrischen Detaillierungsgrad eines BIM Objektes in den verschiedenen Phasen. Es ist eine BIM Konvention, welche die 2D Zeichnungsmassstäbe ersetzt. Statt von 1:100- 1:10, sprechen wir nun von LOD100-LOD500. 5 LOI – Level of Information Der Level of Information, kurz LOI, beschreibt den Informationsinhalt eines BIM Objekts zu einem entsprechenden Zeitpunkt im Projekt. Der LOI entspricht den Attributen eines Bauteils, z.B. die Dimensionen, die Materialisierung, die Dämmung und vielleicht die Kosten einer Wand.

Was ist BIM? Building Information Modeling erklärt

10. Dezember 2017
Wir wissen das BIM eine digitale Arbeitsweise für Planung, Bau und Betrieb ist. Was unterscheidet es aber wirklich von 2D oder sogar 3D? 2D Planung im CAD ist eigentlich nichts anderes wie zeichnen auf einem Zeichenbrett. Wir können Elemente vielleicht schneller löschen oder Gleiches mehrmals kopieren, die Prozesse sind aber die gleichen. 3D ist eine räumliche Darstellung des Geplanten. Aber auch mit einem Modell sind die Prozesse nach wie vor klassisch wie früher. Mit BIM sprechen wir vor allem von individuellen Bauteilelementen, die nicht nur 3D dargestellt werden, sondern auch mit sämtlichen Informationen versehen sind. Z.B. auf welchem Geschoss sich das Element befindet, in welchem Raum, welche Materialisierung es besitzt und wieviel es kostet. Aus einem BIM Modell werden alle Pläne, Schnitte und Bauteillisten generiert. Sie sind alle nur eine Ansicht auf das Modell. Eine Änderung in der Ansicht z.B. ist sogleich in allen anderen Darstellungen aktualisiert. Dies unterstützt das Änderungsmanagement enorm und ist bereits der erste und einfachste Mehrwert mit BIM. Weiterhin kann man die BIM Modelle durchsuchen und filtern, so dass man sich bestimmte Information für einen bestimmten Zweck anzeigen lassen kann. Ein Beispiel könnte sein, sich alle tragenden Wände anzeigen zu lassen oder einfach darzustellen, was sich vom letzten Planungsstand zum aktuellen verändert hat. BIM ermöglicht auch die Analyse und Simulation von Modellinformationen. Zum Beispiel für Statikberechnungen, Energiesimulationen oder Licht- und Schattenstudien. All diese Möglichkeiten steigern die Effizienz und helfen uns Varianten besser und schneller zu beurteilen. BIM ersetzt somit nicht die Kompetenz eines Fachmanns, sondern nimmt einem Fleissarbeit ab. Dies gibt uns mehr Zeit die optimale Entscheidung treffen zu können.

5 Mythen über BIM

10. Dezember 2017
Im Moment gibt es nichts was BIM nicht kann, meistens ist es dadurch aber schwierig die Fakten von den Mythen zu unterscheiden. In diesem Video möchten wir einige der meistgehörten aufklären. BIM ist nur etwas für grosse Projekte Nein, das stimmt nicht. Je grösser das Projekt umso mehr Beteiligte sind natürlich vorhanden. Ebenso wird die Koordination aller Gewerke komplexer und umso grösser sind natürlich die Beträge die anschliessend auf dem Papier stehen. Dies ist jedoch nur eine Skalierung in der Grösse, die Probleme im Kern, sind meist ähnliche wie sie z.B. bei einem Mehrfamilienhaus auftreten. Wir empfehlen daher, dass sich jedes Büro mit dem Thema BIM auseinandersetzt. Dass man sich als Unternehmen fragt, wo gibt es derzeit Engpässe, Schwierigkeiten und dann schaut, ob es mit BIM Möglichkeiten gibt, diese zu verbessern. BIM verändert komplett die Art und Weise wie wir heute planen Jein. BIM wird die Art und Weise verändern, aber wahrscheinlich nicht so wie man es erwartet. BIM bedeutet nicht, dass man alle bekannten Arbeitsweisen aus dem Fenster werfen soll. Eigentlich ist es genau das Gegenteil. Strukturen schaffen und verbessern aufgrund der Erfahrung die wir haben. Die Projektrollen und Verantwortlichkeiten bleiben identisch, jedoch mit mehr Kommunikation, Klarheit und Verständnis. Es ist hilfreicher von einer Verbesserung zu sprechen als von einer kompletten neuen Art zu arbeiten. Mit BIM arbeiten wir alle an einem einzigen Modell Das stimmt nicht. Die Idee, dass alle Planer an einem einzigen Modell arbeiten können ist ein Mythos. BIM ist kein zentrales Modell, eher eine Sammlung von mehreren verschiedenen Modellen oder Datenbanken welche miteinander verknüpft sind. Der Vorteil liegt darin, dass jeder Beteiligte Eigentümer über sein Modell und seiner Disziplin bleibt. Ebenso hat nur er die Möglichkeit seine Informationen zu verändern. So werden die traditionellen Wege der Kommunikation, die Rollen und Aufgaben und die Verantwortlichkeiten beibehalten. Mit BIM muss ich die komplette IT und CAD Umgebung austauschen Das kommt ganz auf Ihre heutige Umgebung an. Die meisten Planungsunternehmen haben bereits moderne Computer und besitzen sogar schon BIM kompatible Software. Das Einzige was noch fehlt ist eben auch den Prozess von BIM zu übernehmen und zu leben. In diesem Fall ist BIM eher eine Geschäftsprozessanpassung und eine Investition in die Ausbildung der Mitarbeiter, als in eine komplett neue IT Umgebung. BIM funktioniert nur in Zusammenarbeit mit anderen Planer Nicht ganz. BIG BIM benötigt die Zusammenarbeit der Planer, um Modelle und Informationen auszutauschen. Aber auch um für die Zukunft eines Projekts vorausschauend zu planen. Es muss jedoch gesagt werden, dass solche Projekte einen gewissen Grad an Erfahrung und Kompetenz voraussetzen. Wir empfehlen daher mit BIM in der firmeneigenen Umgebung zu starten. Nutzen Sie die BIM Prozesse und Technologien um Ihre internen Prozesse zu verbessern. Dies nennt man dann little BIM. Sobald Sie intern diese Prozesse leben, ist anschliessend ein BIG BIM Projekt nur noch ein kleiner Schritt entfernt.

BIM in der Schweiz – Aktuelle Fakten

3. November 2017
Wo steht die Schweiz zum Thema BIM? Wussten Sie, dass der Bundesrat im April 2016 eine digitale Strategie lanciert hat? Die Strategie “Digitale Schweiz” hat das Ziel und den Zweck die Schweiz auch im digitalen Zeitalter als innovativen und zukunftsorientierten Wirtschafts- und Forschungsstandort zu positionieren. Dazu gibt es eine Bewertungskarte die die Bereitschaft für die Digitalisierung in verschiedenen Sektoren bewertet. In den Sektoren Infrastruktur und internationale Wettbewerbsfähigkeit sind wir bereits sehr gut positioniert, aber die sogenannte ‘Industrie 4.0’ hat mit 18% durchaus noch Potenzial nach oben. Hier spielt das Thema Building Information Modelling für die Bauindustrie eine wesentliche Rolle. Aus schweizer Sicht gibt es verschiedene Netzwerke und Gremien welche sich mit der Digitalisierung auseinandersetzen und an welchen man sich orientieren kann. Als Koordinationsstelle in der Baubranche haben SIA, CRB, KBOB, IPB und Bauen digital Schweiz Mitte Dezember 2016 das Netzwerk Digital gegründet, mit dem Ziel die digitale Transformation im Planungs-, Bau- und Immobilienwesen zu koordinieren. Vom Schweizerischen Ingenieur- und Architektenverein sia, wird ab Ende des Jahres 2017 das Merkblatt 2051: Building Information Modelling veröffentlicht. Dazu gibt es die Information der Zentralkommission für Ordnungen zu BIM Bauen Digital Schweiz ist eine Interessengemeinschaft für Unternehmen aus allen Branchen. Zweck ist Best-Praxis über die ganze Wertschöpfungskette aufzuzeigen und entsprechende Vorlagen für die Industrie zu schaffen. Kürzlich hat Bauen Digital Schweiz ein Serie von Ressourcen und Praxis Richtlinien veröffentlicht. Unter anderem den Stufenplan Schweiz | Digital Planen, Bauen und Betreiben, sowie einen BIM Abwicklungsplan, Nutzungsplan und ein Vertrags- und Leistungsmerkblatt. Zuletzt und übergreifend gibt es noch die buildingSMART. BuildingSMART ist die Organisation die weltweit openBIM Standards entwickelt. Unter anderem die IFC Schnittstelle. Sämtliche Vorgaben aus buildingSMART sind ISO Standards und werden weiter durch CEN normiert und somit auch für die Schweiz relevant. Die Schweiz besitzt ein eigenes buildingSMART Chapter, über welches wir in den verschiedenen Gruppen vertreten werden und somit auch Einfluss nehmen können. Bei der Lancierung der Strategie “Digitale Schweiz” im April 2016, sagte Bundesrätin Doris Leuthard folgendes, ich zitiere: Die Digitalisierung ist eine Realität, hier und heute. Die Voraussetzungen, dass die Schweiz diesen Wandel erfolgreich bewältigen kann, sind vorhanden. Wir haben sehr lesitungsfähige digitale Infrastruktur, wir sind gut ausgebildet und wir sind innovativ. Und im Bereich BIM, sind wir meiner Meinung nach ebenfalls auf einem positiven Weg.
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Ausbildungen, Qualifizierung, Zertifizierung

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Was ist BIM? Grundlagen & Best Practices

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BIM-Standards in Deutschland, Österreich und der Schweiz

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Mathias Probst

Geomatiker mit Eidg. Fachausweis

Mathias ist seit mehr als 4 Jahren mit dem Thema BIM im Kontakt. Als Berater hat er diverse Unternehmen von klein bis gross auf Ihrem Weg zu BIM begleitet. Er organisiert unter anderem das SIA BIM Forum für die SIA Sektion Zürich und ist bestens mit der Industrie vernetzt.

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Mark Baldwin

M. Arch. MAS CAAD (ETH) SIA

Mark ist BIM Manager Experte, er arbeitet seit 2005 intensiv mit Building Information Modeling. Nachdem er an grossen BIM-Projekten in Australien, dem Mittleren Osten und Europa mitgewirkt hat, bietet Mark jetzt BIM Management Training und Beratung an und leitet das buildingSMART International Professional Certification Programm.

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